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Projekte "Heimat wird gemacht" und "Geschichtswerkstatt" im Salzmuseum Bad Sülze

10.06.2019

Am 8. Juni wurden aus Anlass der Feierlichkeiten zum Kindertag zwei interessante Projekte am Salzmuseum präsentiert, die in Zusammenarbeit mit der Dahlien-Grundschule Bad Sülze und der Evangelischen Schule Dettmannsdorf-Kölzow realisiert worden sind. "Heimat wird gemacht!" hieß es bei den Schülern der Dahlien-Grundschule. Unter Leitung von Frau Sonja Heyer und dem Leiter des Kultur- und Heimatvereins Herrn Christian Pauli sind mit Mitteln des Förderprogramms „Museum macht stark“ von Januar bis Juni Schülerinnen und Schüler zu MuseumsführerInnen ausgebildet worden. Am 8. Juni nun führten 10 junge MuseumsführerInnen Gäste zu ihren Exponaten im Salzmuseum. Viele Besucher ließen sich von den Kindern ihre Lieblingsobjekte zeigen und erklären. 

Das zweite Projekt, die "Geschichtswerkstatt Bad Sülze", wird seit 2018 aus Mitteln des Förderprogramms „Demokratie leben“ realisiert. Am 8. Juni präsentierte sie ihre ersten Ergebnisse. Ein Teilprojekt der Geschichtswerkstatt hieß „Briefe 1971“. 1971 wurden von ca. 40 Schülerinnen und Schülern der 4. – 10. Klassen der damaligen Willi-Braun-Schule Bad Sülze Briefe geschrieben. Das Thema lautete „Wie stelle ich mir mein Leben in 25 Jahren vor?“ In der Geschichtswerkstatt begegneten Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a der Dettmannsdorfer Schule Briefeschreibern von damals und befragten sie nach ihrem Leben in der DDR und wie es sich seit der Wiedervereinigung 1990 verändert hat. In der Museumsscheune war ein Video des Interviews mit der Grundschullehrerin Sieglinde Lokai, einer Briefeschreiberin von damals, zu sehen. Es ist der erste Baustein eines entstehenden Archivs von Zeitzeugeninterviews am Salzmuseum, aus dem in Zukunft unter Leitung von Sonja Heyer eine Chronik der Wendezeit in Bad Sülze entstehen wird.

Drei Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a befragten im Anschluss zwei weitere Zeitzeuginnen auf der Bühne und  zeichneten auch dies per Video auf.  Frau Dr. Elvira Ehle und Frau Frauke Ewald antwortete gern auf die Fragen der Schüler. Brisant bei allen Lebensläufen war die unvorhergesehene Entwicklung durch den Beitritt der DDR zur BRD. Diese Veränderung hat alle drei Lebensläufe nachhaltig geprägt.

Ein zweites Teilprojekt der Geschichtswerkstatt hieß „Gradierwerksbau“. Herr Pauli stellte eine farbig gestaltete Broschüre vor, die von Schülerinnen und Schülern der Klasse 7a in Zusammenarbeit mit Herrn Pauli, Frau Wertmann und Frau Külpers erarbeitet worden war und die Geschichte des Gradierwerkbaus in Bad Sülze dokumentiert.

Die Geschichtswerkstatt Bad Sülze wird ab August weitergeführt.

 

Foto: Svenja Wolf, Dustin Bergmann (links im Bild), Sonja Heyer (re) im Live-Gespräch mit Dr. Elvira Ehle (3.v.l.) und Frauke Ewald (2.v.r.)

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